KI für Eventplaner: Sie skizziert das Konzept, nicht die Veranstaltung, die du tatsächlich durchgeführt hast

KI für Eventplaner liefert starke Konzeptbilder und Moodboards, ersetzt aber kein echtes Event-Portfolio. Wo Generierung hilft und wo sie nach hinten losgeht.
KI für Eventplaner zahlt sich vor allem in der Pitch-Phase aus. Einem Kunden zu zeigen, wie der Ballsaal aussehen könnte, bevor überhaupt etwas aufgebaut ist, hat früher einen Designer einen ganzen Tag gekostet. Heute reicht dafür ein Abend.
Wofür sich die Generierung wirklich eignet
Deko-Konzepte: der Raum, die Farbwelt, die Fotowand im gewünschten Stil des Kunden.
Moodboards zu einem konkreten Briefing, bei denen es um eine Stimmung geht und nicht um die exakte Liste der Requisiten.
Varianten einer Idee: dieselbe Location in drei Farbpaletten, damit der Kunde auswählen kann.
Saubere Angebote und Pitch-Decks.
Wo Generierung nichts zu suchen hat
Im Portfolio echter Veranstaltungen. Ein generiertes Fest im Portfolio ist die Erfahrung einer anderen Person oder gar keine echte Erfahrung.
Bei echten Locations, mit denen du arbeitest. Beim Vor-Ort-Termin fällt dem Kunden auf, dass Deckenhöhe, Fenster und Quadratmeterzahl nicht stimmen.
Bei Gästen und Performern. Menschen auf einem Eventfoto wirken wie echte Teilnehmer.
Bei exakten Deko-Mengen, die in die Rechnung einfließen. Zeigt das Konzept hundert Ballons und das Angebot fünfzig, fällt diese Lücke spätestens beim Aufbau auf.
Ein Workflow, der in der Praxis hält
Kennzeichne das Konzept beim Versand klar als Konzept und lege den tatsächlichen Leistungsumfang aus dem Angebot dazu. Das Bild verkauft die Stimmung, das Angebot verantwortet die Positionen.
Fotografiere die echte Location und lege die geplante Deko per Generierung auf dieses reale Foto. So bleibt der Pitch an den Raum gebunden, den der Kunde tatsächlich betreten wird.
Baue das Portfolio aus Events auf, die du wirklich durchgeführt hast, und sprich die Aufnahmen vorher mit dem Kunden ab.
Halte die Deko-Menge im Konzeptbild nah an dem, was im Angebot steht. Wir haben dazu einen eigenen Beitrag zum Zählen von Produkten im Bild: Ein überladenes Konzept weckt Erwartungen, die die Agentur später bezahlt.
Was du zeigen solltest, statt mit einem fremden Portfolio zu werben
Echte Events, auch kleinere, so festgehalten, wie sie wirklich abgelaufen sind.
Der Aufbauprozess. Er vermittelt oft besser, wie viel Arbeit dahintersteckt, als das fertige Bild.
Das eigene Team: Dekorateure, Floristen, das Technikteam, das die Show am Laufen hält.
Kundenstimmen, die zu einem konkreten Event und Datum gehören.
FAQ
Darf ich einem Kunden ein KI-generiertes Deko-Konzept zeigen? Ja, das ist in der Branche der Hauptanwendungsfall. Wichtig ist, es als Entwurf zu kennzeichnen und mit dem echten Angebot zu kombinieren.
Darf ein generiertes Event ins Portfolio? Nein. Damit gibt man etwas, das nie stattgefunden hat, als Referenz der eigenen Agentur aus.
Wie verbinde ich ein Konzept mit einer echten Location? Den Raum fotografieren, wie er tatsächlich aussieht, und die geplante Deko dann auf dieses Foto generieren.
Warum ist die Deko-Menge im Konzept so wichtig? Ein überladenes Bild weckt Erwartungen, die am Ende beim Aufbau Geld kosten.
Darf ich Gäste bei einem Event generieren? Nein. Menschen im Bild wirken wie echte Teilnehmer der Veranstaltung.
Quellen
- Flami: Zählen von Produkten im Bild
- Flami: Interior Design mit KI
- Flami: Visuals für lokale Unternehmen
Über den Autor
Lena Wagner
Testerin bei Flami