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KI-Infografik für Produktlistings: Was aufs Bild gehört und was nicht

Lena Wagner18. Oktober 20264 Min. Lesezeit
KI-Infografik für Produktlistings: Was aufs Bild gehört und was nicht

Eine KI-Infografik für Produktlistings entsteht in zwei Schritten, den Text legst du aber manuell drüber. Foliengliederung, Fehler, riskante Aussagen.

Eine KI-Infografik für Produktlistings entsteht in zwei Schritten: Erst generierst du die Szene mit dem Produkt, dann legst du den Text darüber. Der erste Schritt macht selten Probleme. Der zweite schon, denn alles, was auf einem Listing-Bild steht, ist eine Behauptung, für die du geradestehst.

Der Zielkonflikt, der sich durchzieht

Eine Infografik soll verkaufen, das verleitet zum Übertreiben. Gleichzeitig muss sie zum echten Produkt passen, sonst hagelt es Retouren und Beschwerden.

Jede Folie wird an diesem Zielkonflikt gemessen. „Hält 10 Jahre“ auf einem Topf, für den es im Datenblatt keine Grundlage gibt, ist kein Marketingtext, sondern ein Haftungsrisiko.

Daran hält sich das Flami-Team konsequent: Die Infografik sagt nur das, was bereits in der Produktbeschreibung steht und durch echte Spezifikationen gedeckt ist.

Was generieren, was als Overlay legen

Generiere die Szene, den Hintergrund, das Produkt im Kontext, grafische Elemente, Icon-Flächen.

Jedes einzelne Wort des Textes legst du nachträglich drüber. Ohne Ausnahme.

Der Grund dafür ist einfach. Nur wenige Modelle rendern eingebackenen Text sauber, und selbst die guten geraten bei längeren Sätzen ins Schlingern. Fällt dir im Nachhinein ein Tippfehler auf, korrigierst du beim Overlay in wenigen Sekunden, bei eingebackenem Text generierst du das ganze Bild neu.

Muss der Text wirklich Teil der Szene sein, etwa weil er direkt auf der Verpackung gedruckt steht, spielen Ideogram 3.0 oder GPT Image 2 ihre Stärken aus. Wie stark sich die Qualität zwischen den Modellen unterscheidet, haben wir separat gemessen.

Eine Foliengliederung, die wirklich funktioniert

Folie eins beantwortet die Frage „Was ist das“. Das komplette Produkt, groß, unverwechselbar.

Folie zwei räumt den größten Einwand der Kategorie aus dem Weg. Bei Elektronik ist das die Kompatibilität, bei Kleidung die Passform, bei Lebensmitteln die Zutatenliste.

Folie drei zeigt die Größenordnung. Ein vertrauter Gegenstand oder eine Person neben dem Produkt.

Folie vier zeigt den Lieferumfang.

Folie fünf klärt die Qualitätsfrage: eine Nahaufnahme von Naht, Material oder Halterung.

Bei Folie fünf bin ich mir selbst nicht ganz sicher. In der Hälfte der Kategorien scrollt niemand so weit, und manchmal frage ich mich, ob sie es überhaupt wert ist.

Die Reihenfolge kann variieren, aber die ersten beiden Folien tragen mehr Gewicht als der Rest. Nicht jeder scrollt weiter.

Fehler, die immer wieder auftauchen

Text zu klein. Auf dem Handy nimmt das Listing-Bild nur ein Drittel des Bildschirms ein, und eine Beschriftung in 8 Punkt liest sich schlicht nicht.

Fünf Ideen auf eine Folie gequetscht. Eine Idee, eine Folie.

Text über einem Gesicht oder genau über dem Detail, das das Produkt eigentlich verkauft. Platz für Text schon beim Generieren der Szene einplanen, nicht erst danach.

Fremde Logos, die sich ins Bild schleichen. Modelle fügen sie gern von selbst ein, dazu gibt es einen eigenen Beitrag.

Folien, die stilistisch nichts miteinander zu tun haben. Die Lösung: alle Hintergründe in einem Batch generieren, mit derselben Palette und Lichtbeschreibung.

Der Batch-Workflow für eine KI-Infografik für Produktlistings

Schreib zuerst den kompletten Text für jede SKU. Text vor Bild, immer, sonst baust du die Szene um Worte herum, die noch gar nicht existieren.

Dann generierst du Hintergründe und Szenen als einen Batch, mit identischen Angaben zu Licht und Palette.

Anschließend setzt du die Folien in einem Editor zusammen und legst den Text drüber.

Zum Schluss prüfst du alles auf dem Handy. Nicht am Monitor.

Den kompletten Workflow für Listings haben wir separat beschrieben, und auf Flami lässt sich ein ganzer Batch an Szenen auf einmal erzeugen, damit die Palette zwischen den SKUs nicht auseinanderläuft.

FAQ

Kann eine KI-Infografik für Produktlistings komplett vom Modell erstellt werden? Szene und Hintergrund schon. Text legst du sicherheitshalber im Editor darüber. Das Rendern von Text in generierten Bildern ist zwischen den Modellen uneinheitlich, und eine Korrektur bedeutet Neugenerierung statt eines simplen Layer-Tauschs.

Wie viele Folien braucht ein Listing? Meist vier bis sechs. Die ersten beiden zählen am meisten, weil sie erklären, was das Produkt ist, und den Haupteinwand der Kategorie entkräften.

Welcher Text ist auf einer Infografik sicher? Nur Aussagen, die durch die Produktspezifikation gedeckt sind. Versprechen ohne Beleg führen zu Retouren, Beschwerden und manchmal zur Sperrung des Listings.

Warum liest sich der Text auf meiner Folie schlecht? Fast immer, weil er zu klein ist. Listings werden am Handy angeschaut, wo das Bild nur einen Bruchteil des Bildschirms einnimmt. Lesbarkeit also am Handy prüfen, nicht am Desktop-Monitor.

Wie bleiben Folien optisch einheitlich? Alle Hintergründe in einem Batch generieren, mit gemeinsamer Palette und Lichtbeschreibung, statt einzeln an verschiedenen Tagen. So wirken die Folien wie ein Set und nicht wie ein Haufen zusammengewürfelter Bilder.

Quellen

  1. Flami: Infografiken und Text auf dem Produktbild
  2. Flami: Textrendering bei verschiedenen KI-Modellen
  3. Flami: fremde Marken im Bild

Über den Autor

Lena Wagner

Testerin bei Flami

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