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KI-Produktbeschreibung erstellen: Was der Generator kann und wo er patzt

Tobias Keller6. Oktober 20265 Min. Lesezeit
KI-Produktbeschreibung erstellen: Was der Generator kann und wo er patzt

Ein KI-Generator für Produktbeschreibungen liefert schnell Text, erfindet aber oft Specs. So nutzt du ihn richtig und was du immer gegenchecken solltest.

Ein KI-Generator für Produktbeschreibungen liefert in unter einer Minute einen fertigen Entwurf, und auf den ersten Blick liest sich das meistens ordentlich. Der Ärger beginnt, sobald du Zeile für Zeile mit dem echten Produkt abgleichst: Manche Angaben sind frei erfunden, manche Keywords so verbissen reingequetscht, dass der Text kaum noch zu lesen ist. Das Muster zieht sich durch, egal wo du verkaufst.

Was der Generator gut hinbekommt

Er macht aus groben Stichpunkten lesbaren Fließtext. Wirf ihm nackte technische Daten hin, und er formt daraus einen Absatz, den man gern liest.

Aus trockenen Fakten wird ein Nutzenversprechen. Aus „450 ml“ wird ein Satz darüber, wie lange das im Alltag tatsächlich reicht.

Mehrere Varianten bekommst du gleich mit dazu. Fünf Versionen desselben Absatzes, und du suchst dir den Ton aus, der zur Marke passt.

Eine Struktur gehört ebenfalls dazu: Was ist das Produkt, für wen ist es gedacht, woraus besteht es, wie pflegt man es.

Wo es hakt

Erfundene Angaben sind das größte Risiko. Der Generator ergänzt ein Material, ein Herkunftsland oder eine Haltbarkeit, die du nie erwähnt hast. Ein Käufer gleicht das mit dem echten Artikel ab und hinterlässt eine Bewertung, die genau das anprangert.

Dazu kommen Versprechen, die sich nicht halten lassen: hypoallergen, am langlebigsten, passt für jeden.

Auch Füllmaterial taucht auf. Absätze darüber, wie wichtig die richtige Wahl ist, ohne einen einzigen echten Fakt darin.

Und Keyword-Stuffing. Derselbe Begriff achtmal wiederholt liest sich wie von einem Bot geschrieben, und der Suchalgorithmus der Plattform merkt das genauso schnell wie ein menschlicher Leser.

Wie du den KI-Generator richtig briefst

Gib ihm das komplette Datenblatt und untersage ausdrücklich, irgendetwas darüber hinaus zu ergänzen. Diese eine Anweisung erledigt die meisten erfundenen Details schon von allein.

Liste deine Keywords separat auf und gib vor, wie oft jedes davon vorkommen soll.

Setz ein Zeichenlimit. Ohne Grenze schreibt das Modell, so viel es gerade lustig ist.

Lass ihn aus Fakten formulieren, nicht aus Adjektiven.

Verbiete Versprechen und Superlative als klare Anweisung, nicht als Wunsch.

So baust du eine Keyword-Liste auf

Schau nach, welche Begriffe dir schon jetzt Traffic bringen. Das schlägt jedes Raten.

Zieh Formulierungen direkt aus Kundenbewertungen. Käufer beschreiben Produkte mit ihren eigenen Worten, und die unterscheiden sich oft deutlich von deinem Katalogtext.

Sieh dir die Top-Listings in der Suche deiner Kategorie an. Ihre Titel zeigen, was der Algorithmus gerade als relevant einstuft.

Flechte Keywords in natürliche Sätze ein, statt sie aneinanderzureihen. Stuffing fällt einem Leser genauso auf wie einem Ranking-Algorithmus.

Für Käufer und Algorithmus gleichzeitig schreiben

Platzier dein Haupt-Keyword natürlich im ersten Satz, zwing es nicht hinein.

Schreib kurze Sätze. Die lassen sich für einen Käufer leichter überfliegen und für den Algorithmus leichter auswerten.

Beantworte die Frage, die der Käufer tatsächlich hat, statt ihm Spezifikationen vorzulesen. Leute suchen eine Lösung, keine Datenliste.

Lies den fertigen Text laut vor. Wenn du ins Stolpern kommst, stecken mehr Keywords drin, als der Satz tragen kann.

Was du vor der Veröffentlichung prüfen solltest

Geh jede Angabe gegen deine eigene Quellenliste durch, Punkt für Punkt, und bestätige, dass sie wirklich stimmt.

Lies die Keywords laut vor und schau, ob der Text noch flüssig klingt.

Frag dich, ob du jedes Versprechen verteidigen könntest, falls ein Kunde nachhakt.

Achte auf Markennamen der Konkurrenz. Modelle schmuggeln die gern für Vergleiche ein, und die haben in einem lebenden Listing nichts verloren.

Achte besonders auf die ersten zwei Zeilen. Die sieht ein Käufer, bevor er die Beschreibung überhaupt aufklappt, also müssen sie für sich allein stehen.

Das Gegenchecken dauert bei mir meistens ungefähr so lang, wie mir die Generierung an Zeit gespart hat. Der eigentliche Gewinn liegt woanders: Eine Beschreibung von null zu schreiben ist langsam und etwas mühsam, einen soliden Entwurf zu redigieren geht schnell und entspannt.

Bei einfachen Produkten, etwa einem Paar Socken, dauert die Prüfung dagegen vielleicht dreißig Sekunden, und da ist die Zeitersparnis tatsächlich spürbar.

Die visuelle Seite eines Produkt-Listings haben wir in einem eigenen Beitrag behandelt, hier ging es nur um den Text.

FAQ

Kann ich einer KI vertrauen, wenn sie meine Produktbeschreibung schreibt?

Wie verhindere ich, dass er Spezifikationen erfindet?

Wie oft sollte ich ein Keyword wiederholen?

Was sollte ich immer gegenchecken?

Wie viel Zeit spart ein KI-Generator für Produktbeschreibungen wirklich?

Quellen

  1. Flami: KI-Generator für Produktbeschreibungen
  2. Flami: Design für Produkt-Listings
  3. Flami: den eigenen Onlineshop einrichten

Über den Autor

Tobias Keller

Content-Lead bei Flami

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