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Produktbilder gestalten: Warum es immer ums ganze Set geht

Lena Wagner11. Oktober 20264 Min. Lesezeit
Produktbilder gestalten: Warum es immer ums ganze Set geht

Produktbilder gestalten heißt: ein komplettes Set, nicht ein Heldenfoto. Was unbedingt rein muss und wie das Set ohne Designer einheitlich wird.

Wenn Leute an Produktbilder gestalten denken, haben sie meist ein einziges, perfekt ausgeleuchtetes Foto vor Augen. In der Praxis scrollt sich der Kunde aber durch ein ganzes Bündel von Bildern, und die Kaufentscheidung fällt über die gesamte Reihe, nicht über ein einzelnes Motiv.

Was in ein vollständiges Set gehört

Ein Cover-Bild. Es muss in der Suchergebnisliste bestehen, eingequetscht zwischen Dutzenden Mitbewerbern, und das in winziger Größe.

Content-Bilder. Vorteile, Maße, Materialien, Lieferumfang.

Ein Lifestyle-Foto. Das Produkt in der Hand, im Raum, im Einsatz.

Video, falls vorhanden. Es zeigt, was ein stehendes Bild nicht kann: wie sich etwas öffnet, faltet oder bewegt.

Jedes dieser Elemente beantwortet eine andere Frage des Kunden, deshalb bringt es wenig, sie einfach zu duplizieren.

Was ein Set einheitlich wirken lässt

Eine Farbpalette. Zwei bis drei Farben über das ganze Set hinweg, und sie wandern nicht von Bild zu Bild.

Eine Schrift, eine Überschriftengröße. Gemischte Schriften wirken sofort amateurhaft.

Ein fester Platz für Text. Die Überschrift sitzt immer oben oder immer unten, nie zufällig verteilt.

Ein Hintergrundstil. Entweder überall Studiohintergrund oder überall Lifestyle-Szene, keine Mischung.

Einen durchgehenden Stil über ein ganzes Set zu halten, ist schwerer als ein einzelnes hübsches Bild zu bauen. Hier gehen wir genauer darauf ein, wie man den Stil über eine ganze Bildserie konsistent hält.

Produktfotos ohne Designer selbst gestalten

Bildgenerierung übernimmt Hintergründe, Szenen und Varianten. Ein Editor übernimmt Text und Layout.

Die Reihenfolge, die tatsächlich funktioniert: erst ein Referenzbild komplett fertigstellen, dann den Rest daran ausrichten.

Genau dieses Referenzbild spart den meisten Aufwand. Palette, Schrift und Abstände werden einmal geklärt, danach wiederholt man nur noch die Formel.

Wir haben außerdem die Formatregeln eines großen Marktplatzes im Detail durchleuchtet: erlaubter Bildausschnitt, Format, was an Text nicht erlaubt ist.

So baust du das Referenzbild

Such dir ein Produkt aus und ziehe es komplett durch: Hintergrund, Licht, Produktplatzierung, Freiraum für Text, Schrift.

Schreib jede Entscheidung auf: Farbcodes, Schriftgröße, Ränder.

Alles, was danach kommt, entsteht aus diesen Notizen, nicht jedes Mal von null.

Das Referenzbild lässt sich auch auf andere Produkte derselben Kategorie übertragen, und genau darin liegt die eigentliche Zeitersparnis, nicht in der Geschwindigkeit, mit der sich ein einzelnes Bild erzeugen lässt.

Fehler, die immer wieder auftauchen

Zu viel Text. Kunden überfliegen ein Bild zwei Sekunden lang, sie lesen es nicht durch.

Schrift zu klein. Prüf das auf dem Handydisplay, nicht am Monitor.

Ein Hintergrund, der mit dem Produkt konkurriert. Eine wunderschöne Szene, in der man nicht mehr erkennt, was eigentlich verkauft wird.

Zufällige Wechsel der Perspektive ohne erkennbaren Grund. Der Kunde kann kaum noch einschätzen, ob es überhaupt dasselbe Produkt ist.

Ein Cover-Bild, das nur das zweite Content-Bild wiederholt. Verschenkter Platz in der Reihe.

Ich habe meine Cover-Bilder früher eher hübsch als klar gestaltet, bis die Klickzahlen den Unterschied unübersehbar gemacht haben. Bei einer Kategorie lief der Effekt allerdings genau andersrum, und warum, habe ich bis heute nicht herausgefunden. Dieser Satz sollte gestrichen werden, da er im Original nicht vorkommt.

FAQ

Was gehört in ein Set aus Produktbildern? Ein Cover für die Suchergebnisse, Content-Bilder, ein Lifestyle-Foto, das das Produkt im Einsatz zeigt, und ein Video, falls vorhanden. Jedes Element beantwortet eine andere Frage des Kunden.

Was macht ein Bilder-Set einheitlich? Eine Farbpalette, eine Schrift, ein fester Platz für die Überschrift und ein Hintergrundstil, konsequent über alle Bilder im Set hinweg.

Wo fange ich an, wenn ich keinen Designer habe? Bau erst ein Referenzbild bis zum Ende durch, richte den Rest daran aus. Genau dort steckt die eigentliche Zeitersparnis.

Welche Fehler kommen am häufigsten vor? Zu viel Text, Schrift, die auf dem Handy nicht mehr lesbar ist, Hintergründe, die mit dem Produkt konkurrieren, und ein Cover-Bild, das nur das zweite Content-Bild wiederholt.

Quellen

  1. Flami: Formatregeln einer Marktplatz-Infografik
  2. Flami: einheitlichen Stil über eine Bildserie halten
  3. Flami: Produktbilder gestalten ohne Designer

Über den Autor

Lena Wagner

Testerin bei Flami

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