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Amazon-Infografiken: Die Regeln, die Verkäufer übersehen

Tobias Keller11. Oktober 20264 Min. Lesezeit
Amazon-Infografiken: Die Regeln, die Verkäufer übersehen

Amazon-Infografiken für Listings müssen Plattformregeln einhalten: Format, Randbereiche, verbotene Aussagen. Was vor dem Upload zu prüfen ist.

Bei einer Amazon-Infografik fürs Listing zählen zuerst die Plattformregeln, erst danach das Design. Eine wunderschöne Slide, die gegen Amazons Vorgaben verstößt, kommt beim Käufer nie an, und man merkt das oft nicht sofort. Eine wunderschöne Slide, die gegen die Regeln verstößt, erreicht die Käufer trotzdem nie.

Format und der Randbereich

Halte dich an das von Amazon empfohlene Seitenverhältnis für Listing-Bilder. Ein horizontales Bild wird in der Galerie verkleinert dargestellt, und jeder Text darauf wird zu Matsch.

Lass bei jeder Slide Ränder frei. Amazons Oberfläche blendet manchmal Badges und Icons nah am Bildrand ein, alles, was zu dicht an der Kante sitzt, läuft Gefahr, verdeckt zu werden.

Plane also einen großzügigen Sicherheitsabstand ein und halte wichtige Elemente weit von der Kante entfernt.

Käufer sehen dein Hauptbild häufig nur verkleinert, in der Suche oder bei Empfehlungen. Teste das, indem du die Slide auf Thumbnail-Größe schrumpfst. Erkennt man das Produkt dann nicht mehr, erfüllt die Slide ihren Zweck nicht.

Was auf den Slides nichts zu suchen hat

Kontaktdaten und Links zu anderen Plattformen. Die Logik dahinter ist simpel: Der Marktplatz will nicht, dass du Käufer nach außen lotst.

Aufforderungen, dich direkt anzuschreiben.

Marken und Logos, für die du keine Rechte hast. KI-Modelle schmuggeln solche Elemente manchmal von sich aus ein, ohne dass man danach gefragt hat. Dazu gibt es hier eine genauere Einordnung.

Aussagen, die sich nicht belegen lassen. „Bestes Produkt“, „Nummer eins“, alles, was wie ein medizinisches Versprechen klingt.

Preis- und Rabattangaben im Bild, denn die veralten schnell und lassen sich nicht nachträglich anpassen. Preise ändern sich. Das Bild bleibt, wie es ist.

Die Slide-Reihenfolge, die funktioniert

Erste Slide: das Produkt für sich, sauber, sofort erkennbar.

Zweite: das zentrale Verkaufsargument, eine kurze Zeile.

Dritte: Maße und Größenverhältnis. Andere Wege, Größe zu zeigen, haben wir separat besprochen.

Vierte: Materialien, technische Daten, Lieferumfang.

Fünfte: das Produkt im Einsatz.

Danach füllst du die restlichen Plätze mit Farbvarianten, Vergleichen und Antworten auf die Fragen, die in den Bewertungen immer wieder auftauchen.

Wo KI-Generierung hilft, und wo sie stört

Sie hilft bei Hintergründen, Szenen, dem Produkt im Raumkontext, bei Farbvarianten.

Sie stört, sobald Text direkt ins Bild generiert werden soll. Generierte Schrift kommt häufig verzerrt oder mit seltsamen Abständen heraus, und eine Slide mit verunglücktem Text wirkt schlampig, selbst wenn der Rest perfekt aussieht.

Der Workflow, der sich bewährt hat: zuerst den Hintergrund generieren, den Text danach in einem Editor ergänzen.

In den letzten sechs Monaten ist mir genau ein Fall begegnet, bei dem generierter Text sauber genug war, um ohne Nachbearbeitung durchzugehen, und selbst da war es nur ein einzelnes, kurzes Wort.

Kann aber auch sein, dass ich einfach nicht oft genug hinschaue. Modelle, die gezielt für Textdarstellung gebaut sind, machen das spürbar besser, ein eigener Blick darauf lohnt sich.

FAQ

Welches Format sollten Listing-Slides haben? Prüfe Amazons aktuelle Vorgaben zu Bildgröße und Seitenverhältnis, und lass einen Sicherheitsabstand zum Rand, falls die App Elemente über dein Bild legt.

Was darf auf einer Produktinfografik nicht vorkommen? Kontaktdaten, Links zu anderen Plattformen, fremde Logos, unbelegbare Aussagen und Preisangaben.

In welcher Reihenfolge sollten die Slides stehen? Produkt allein, Hauptnutzen, Maße, Materialien, Produkt im Einsatz, dann Varianten und Antworten auf wiederkehrende Fragen.

Sollte man Schrift direkt auf eine Slide generieren lassen? Verlässlich funktioniert das nicht. Hintergründe gelingen mit KI-Generierung gut, Text ergänzt man danach im Editor.

Wie prüft man die erste Slide? Auf Thumbnail-Größe verkleinern. Ist das Produkt dort nicht erkennbar, wird es auch in der Suche nicht erkannt.

Was, wenn die Slides für alle Inhalte nicht reichen? Priorisiere danach, wie oft Käufer das Thema in Bewertungen ansprechen. Die Plätze sind begrenzt, jeder einzelne sollte einen echten Einwand aufgreifen.

Quellen

  1. Flami: KI-generierte Infografiken für Marketplace-Listings
  2. Flami: fremde Marken im Bild
  3. Flami: wie man Produktgröße zeigt

Über den Autor

Tobias Keller

Content-Lead bei Flami

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