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Produktlisting vs. Infografik-Bilder: Wo liegt der Unterschied?

Tobias Keller18. Oktober 20263 Min. Lesezeit
Produktlisting vs. Infografik-Bilder: Wo liegt der Unterschied?

Produktlisting vs. Infografik-Bilder: Das eine ist die ganze Seite, das andere nur ein Teil der Bilder. Wer macht was, und wie briefst du das richtig.

Die Frage nach Produktlisting vs. Infografik-Bilder taucht fast immer dann auf, wenn jemand einen Auftrag vergibt oder ein Briefing schreibt. Die Verwirrung kostet Geld. Du bestellst das eine, erwartest das andere, und am Ende streitet ihr darüber, wer den Fehler gemacht hat.

Was ein Produktlisting wirklich ist

Ein Listing ist die komplette Produktseite auf dem Marktplatz, von Anfang bis Ende.

Dazu gehören Titel, Preis, das komplette Bilderset, Video, Beschreibung, technische Daten, Bewertungen und der Frage-Antwort-Bereich darunter.

Einen Teil davon kontrollierst du gar nicht: Bewertungen, der Block „Kunden kauften auch“, deine Position in der Suche.

Wenn jemand sagt „bau mir ein Listing“, meint er meistens den visuellen Teil plus den Text, nicht die ganze Seite inklusive Bewertungen und Ranking.

Was als Infografik-Bild zählt

Infografik-Bilder sind die Fotos in deinem Listing-Set, auf denen Text, Zahlen und Hinweise über dem Bild liegen.

Ihre Aufgabe ist es zu erklären, was ein sauberes Produktfoto allein nicht zeigen kann. Maße, Material, Lieferumfang, der konkrete Nutzen für den Käufer.

Ein Infografik-Bild ist ein Baustein des Listings, kein Ersatz für das Ganze.

Produktlisting vs. Infografik-Bilder in der Praxis

Bestellst du Infografik-Bilder, bekommst du ein Set aus Slides. Meistens irgendwo zwischen drei und acht.

Bestellst du ein komplettes Listing, ist der Umfang größer: Slides plus Titelbild, Beschreibungstext, manchmal Video, manchmal auch Keyword-Recherche.

Der Preis richtet sich nach dem Umfang, und genau da fangen die meisten Beschwerden an.

Was wirklich hilft, ist die Arbeit im Briefing einzeln aufzulisten, statt den Auftrag mit einem Wort zu benennen. Wie viele Slides, gibt es ein Titelbild, zählt der Text dazu, zählt das Video dazu.

Wie die Preise zustande kommen

Infografik-Bilder werden meist pro Slide berechnet, ab einer bestimmten Menge greift ein Mengenrabatt.

Ein komplettes Listing wird als Paket bepreist, und das Paket deckt mehr ab: Titelbild, Text, manchmal Video.

Die Beschaffung der Rohfotos ist ein eigener Posten. Das Fotografieren ist ein eigener Job, nicht automatisch im Designpreis enthalten.

Wenn dir jemand einen Pauschalpreis für „alles“ nennt, frag nach einer Aufschlüsselung. Genau dort zeigt sich meistens die Lücke zwischen dem, was du erwartet hast, und dem, was du bekommst.

Wer macht was

Ein Designer oder der Verkäufer selbst baut die Infografik-Bilder. Das ist Layoutarbeit auf Basis vorhandener Fotos.

Ein Fotograf oder ein KI-Tool zur Bildgenerierung übernimmt diesen Schritt.

Ein Texter oder wieder der Verkäufer schreibt die Beschreibung.

Ein Motion Designer baut das Video zusammen, oder es wird generiert.

Jemand führt am Ende alles zusammen und lädt das fertige Listing hoch. Oft ist das dieselbe Person, die alle diese Rollen gleichzeitig übernimmt.

Ich habe über die Jahre dutzende solcher Streitigkeiten mitverfolgt, und fast alle wären mit einem zusätzlichen Absatz im Briefing vermeidbar gewesen. Allerdings gab es auch ein paar Fälle, in denen Leute trotz einer ausführlichen Liste uneinig blieben. Eine hundertprozentig sichere Lösung gibt es also nicht.

Mehr dazu, wie du ein Briefing schreibst, mit dem ein Designer wirklich etwas anfangen kann, gibt es in einem eigenen Artikel.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen einem Produktlisting und Infografik-Bildern? Ein Listing ist die ganze Produktseite: Bilder, Video, Beschreibung, technische Daten. Infografik-Bilder sind eine Teilmenge dieser Bilder, die mit erklärendem Text über dem Foto.

Wie viele Infografik-Slides brauche ich? Meistens drei bis acht. Die genaue Zahl legst du besser im Briefing fest, statt sie offenzulassen.

Zählt der Beschreibungstext zur Infografik-Arbeit dazu? Nein, das sind getrennte Aufgaben. Brauchst du beides, führe den Text als eigenen Posten im Briefing auf.

Wie vermeide ich Streit mit einem Freelancer oder einer Agentur? Schlüssle den Umfang einzeln auf: Anzahl der Slides, Titelbild, Text, Video. Ein Ein-Wort-Auftrag setzt von allein keine klaren Erwartungen.

Quellen

  1. Flami: KI-generierte Infografik-Bilder für Marktplatz-Listings
  2. Flami: Beispiele für Produktlisting-Design
  3. Flami: Wie du ein Briefing für Produktlisting-Arbeit schreibst

Über den Autor

Tobias Keller

Content-Lead bei Flami

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